Was hilft gegen Krampfadern? Ursachen, Symptome und moderne minimal-invasive Behandlungen
7. November 2023

Das Wichtigste in Kürze

  • Krampfadern (Varizen) sind eine häufige, chronische Erkrankung des Venensystems und sollten medizinisch ernst genommen werden.
  • Zu den häufigsten Ursachen zählen genetische Veranlagung, hormonelle Faktoren, Bewegungsmangel sowie langes Sitzen oder Stehen.
  • Typische Symptome sind sichtbare, geschlängelte Venen, Schweregefühl, Schmerzen, Schwellungen und Hautveränderungen.
  • Moderne minimal-invasive Behandlungen wie Laser, Radiofrequenz, Sklerotherapie und medizinischer Venenkleber ermöglichen eine effektive Therapie ohne große Operation.
  • Eine frühzeitige Diagnostik und individuelle Behandlung verbessern die Lebensqualität und beugen Komplikationen vor.

Was sind Krampfadern?

Krampfadern, medizinisch als Varizen bezeichnet, sind dauerhaft erweiterte, oberflächliche Venen, die überwiegend an den Beinen auftreten. Sie entstehen, wenn die Venenklappen ihre Funktion nicht mehr ausreichend erfüllen und das Blut nicht effizient zum Herzen zurücktransportiert wird. Dadurch kommt es zu einem Blutrückstau, der die Venen erweitert und sichtbar hervortreten lässt.

Krampfadern sind keineswegs nur ein kosmetisches Problem. Vielmehr handelt es sich um eine chronische Venenerkrankung, die unbehandelt fortschreiten und ernsthafte gesundheitliche Folgen haben kann. Eine frühzeitige Abklärung durch einen erfahrenen Phlebologen oder Gefäßchirurgen ist daher entscheidend.



Ursachen von Krampfadern

Genetische Veranlagung

Eine der häufigsten Ursachen für Krampfadern ist eine familiäre Vorbelastung. Ein angeboren schwächeres Bindegewebe führt dazu, dass die Venen schneller an Elastizität verlieren und sich erweitern.

Hormonelle Einflüsse

Hormonelle Veränderungen, insbesondere bei Frauen, spielen eine wichtige Rolle. Schwangerschaft, hormonelle Verhütungsmittel oder die Wechseljahre können das Risiko für Krampfadern deutlich erhöhen.

Bewegungsmangel

Bewegung ist essenziell für gesunde Venen. Langes Sitzen oder Stehen ohne ausreichende Aktivierung der Beinmuskulatur beeinträchtigt die sogenannte Muskelpumpe, die den venösen Rückfluss unterstützt.

Übergewicht

Übergewicht erhöht den Druck auf die Beinvenen und belastet das Venensystem zusätzlich. Dies begünstigt die Entstehung und das Fortschreiten von Krampfadern.

Berufliche Belastung

Berufe mit langem Stehen oder Sitzen, etwa im Büro, im Einzelhandel oder im medizinischen Bereich, sind mit einem erhöhten Risiko für venöse Erkrankungen verbunden.



Symptome von Krampfadern

Die Beschwerden bei Krampfadern können sehr unterschiedlich ausgeprägt sein.

Häufige Symptome

  • Sichtbar erweiterte, geschlängelte Venen
  • Schwere- und Spannungsgefühl in den Beinen
  • Schmerzen oder Ziehen, vor allem abends
  • Schwellungen im Bereich der Knöchel
  • Nächtliche Wadenkrämpfe

Fortgeschrittene Symptome

  • Hautverfärbungen und Ekzeme
  • Juckreiz und Entzündungen
  • Verhärtete, schmerzhafte Venenabschnitte
  • Offene Beine (Ulcus cruris) bei schweren Verläufen

Spätestens bei diesen Anzeichen sollte eine fachärztliche Untersuchung erfolgen.



Warum Krampfadern behandelt werden sollten

Unbehandelte Krampfadern können zu ernsthaften Komplikationen führen, darunter Venenentzündungen, Thrombosen oder chronische Hautschäden. Eine rechtzeitige Behandlung lindert nicht nur Beschwerden, sondern verhindert auch das Fortschreiten der Erkrankung.



Diagnose von Krampfadern

Die Basis jeder erfolgreichen Therapie ist eine präzise Diagnostik. Neben einer ausführlichen Anamnese erfolgt in der Regel eine Duplex-Ultraschalluntersuchung. Diese schmerzfreie Methode erlaubt eine genaue Beurteilung der Venenklappenfunktion und des Blutflusses und bildet die Grundlage für ein individuell angepasstes Behandlungskonzept.



Was hilft gegen Krampfadern?

Konservative Maßnahmen

Bewegung und Venengymnastik
Regelmäßige Bewegung wie Gehen, Radfahren oder Schwimmen aktiviert die Muskelpumpe und verbessert den venösen Rückfluss.

Kompressionstherapie
Medizinische Kompressionsstrümpfe unterstützen die Venenfunktion, reduzieren Schwellungen und lindern Beschwerden.

Gewichtsreduktion
Eine Gewichtsabnahme entlastet das Venensystem und wirkt sich positiv auf den Krankheitsverlauf aus.

Hochlagern der Beine
Das regelmäßige Hochlagern der Beine fördert den Rückfluss des Blutes und mindert Schweregefühl und Schwellungen.



Moderne minimal-invasive Behandlungen von Krampfadern

Dank moderner Medizin stehen heute zahlreiche schonende Verfahren zur Verfügung, die eine effektive Behandlung ohne klassische Operation ermöglichen.

Endovenöse Lasertherapie (EVLT)

Bei der Lasertherapie wird die erkrankte Vene von innen mithilfe von Laserenergie verschlossen. Das Verfahren erfolgt unter lokaler Betäubung, ist sehr schonend und ermöglicht eine schnelle Rückkehr in den Alltag.

Radiofrequenzablation (RFA)

Die Radiofrequenzablation arbeitet mit kontrollierter Wärmeenergie, um die Vene von innen zu verschließen. Sie gilt als besonders gut verträglich und schmerzarm.

Sklerotherapie (Verödung)

Bei der Sklerotherapie wird ein spezielles Medikament in die Vene injiziert, das zu einem kontrollierten Verschluss führt. Diese Methode eignet sich besonders für kleinere Krampfadern und Besenreiser.

Medizinischer Venenkleber (Cyanoacrylat-Therapie)

Der medizinische Venenkleber ist eine moderne, minimal-invasive Behandlungsmethode, bei der die erkrankte Vene mit einem biologisch verträglichen Kleber von innen dauerhaft verschlossen wird. Das Verfahren kommt ohne Hitze, ohne Tumeszenzanästhesie und meist ohne anschließende Kompression aus.

Der Kleber wird über einen feinen Katheter gezielt in die betroffene Vene eingebracht. Die Vene verschließt sich sofort und wird im Verlauf vom Körper abgebaut. Diese Methode eignet sich besonders für Patientinnen und Patienten, die eine sehr schonende Behandlung mit minimaler Ausfallzeit wünschen.

Vorteile des medizinischen Venenklebers sind unter anderem die sofortige Mobilisation, ein sehr gutes kosmetisches Ergebnis sowie eine besonders schmerzarme Durchführung.

Mikrochirurgische Verfahren

In ausgewählten Fällen können oberflächliche Krampfadern über kleinste Hautschnitte entfernt werden. Diese Methode hinterlässt in der Regel kaum sichtbare Narben.



Vorteile minimal-invasiver Behandlungen

  • Keine Vollnarkose erforderlich
  • Kurze Behandlungsdauer
  • Schnelle Erholung
  • Sehr gute kosmetische Ergebnisse
  • Geringes Komplikationsrisiko



Nachsorge und Prävention

Nach der Behandlung sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen und ein venenfreundlicher Lebensstil entscheidend für den langfristigen Erfolg. Bewegung, Gewichtskontrolle und die Vermeidung von langem Sitzen oder Stehen tragen wesentlich zur Prävention neuer Krampfadern bei.



Krampfadern behandeln in Nürnberg und Erlangen – Ihre Praxis für Phlebologie und Gefäßchirurgie

Wenn Sie einen erfahrenen Phlebologen und Gefäßchirurgen in Nürnberg oder Erlangen suchen, ist eine individuelle und fachkundige Beratung besonders wichtig. In unserer Praxis bieten wir das gesamte Spektrum moderner Venentherapie an – von konservativen Maßnahmen bis hin zu minimal-invasiven Verfahren wie Laser, Radiofrequenz, Sklerotherapie und medizinischem Venenkleber.

Dank moderner Ultraschalldiagnostik erstellen wir für jede Patientin und jeden Patienten ein maßgeschneidertes Behandlungskonzept. Unser Ziel ist es, Krampfadern effektiv, schonend und nachhaltig zu behandeln – mit möglichst kurzer Ausfallzeit und optimalen kosmetischen Ergebnissen.

Patientinnen und Patienten aus Nürnberg, Erlangen und der gesamten Metropolregion vertrauen auf unsere langjährige Erfahrung in der Phlebologie und Gefäßchirurgie sowie auf eine persönliche und empathische Betreuung.



Fazit: Was hilft wirklich gegen Krampfadern?

Krampfadern sind eine häufige, jedoch sehr gut behandelbare Erkrankung. Moderne minimal-invasive Verfahren ermöglichen heute eine sichere, schonende und effektive Therapie. Entscheidend ist eine frühzeitige Diagnostik und eine individuelle Behandlung durch einen erfahrenen Spezialisten.

Bei rechtzeitiger Abklärung lassen sich Beschwerden lindern, Komplikationen vermeiden und die Lebensqualität nachhaltig verbessern.